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Hilfe - Schimmel im Haus !30.11.2011 18:24 Uhr, geschrieben von Kalus AnkenbrandUnsere Mitarbeiterin Inga besuchte kürzlich das Seminar "Hilfe - Schimmel im Haus" bei AURO in Braunschweig. Der Referent Matthias Licht - Laborleiter bei AURO - erläuterte den sachgerechten Einsatz der Anti-Schimmel-Produkte von AURO sowie die Präventivwirkung des AURO-Kalksortiments. Rüdiger Weis - Sachverständiger für Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen (TÜV-zert.) - machte anhand ausgewählter Beispiele deutlich, welche Ursachen für die Entstehung von Schimmel eine Rolle spielen und gab Hinweise, was bereits vorbeugend getan werden kann. Schimmel gehört zur Gattung der Pilze. Diese sind von Natur aus für die Umwandlung und den Abbau organischer Stoffe vorgesehen. Auf geeignetem Untergrundmaterial bilden Pilze Zellgeflechte aus einzelnen Fäden. Ihre Sporenbildung ermöglicht ihnen auf vergrößerter Fläche weiter zu wachsen oder ihre Keimfähigkeit zum weiteren Überleben zu erhalten. Pilze wachsen in Innenräumen, wenn Feuchtigkeit, Nährstoffreichtum und die Temperatur "stimmen" (21°C, 55 % Luftfeuchtigkeit). Schimmelpilze können im Wohnbereich die verschiedensten Materialien befallen: Holz, Spanplatten, Papier, Pappe, Karton, Tapeten mitsamt Kleister, Teppichböden, Kunststoffe, Gummi, Silikon, Bodenkleber, Farbe, Lacke, Leder, Textilien, ... Es gibt verschiedene Arten von Schimmelschäden: a) baulich: Häufig gelangt der Geschädigte durch die Wahrnehmung von modrigem, Muffigem Geruch zu dem Verdacht, dass ein Schimmelbefall vorliegen könnte. Bereits dann sollten die Räume genauer untersucht werden, da wahrscheinlich bereits ein Befall von Schimmel vorliegt, ohne dass die sichtbare Verfärbung, die charakteristisch braun/gelb oder schwarz ist, stattgefunden hat. Pilze vermehren sich in kürzester Zeit. Dabei geben sie Sporen und Geruchsstoffe an die Innenraumluft ab. Dunkle Flecken an Wänden, Decken, Böden und Mobiliar muss Sie alarmieren und zu sofortigem Eingreifen veranlassen. Bevor weitere Räume kontaminiert oder Personen in ihrer Gesundheit geschädigt werden, muss professionell saniert werden. b) gesundheitlich: Vorhandene Schimmelsporen nehmen Menschen zuerst über die Atemwege auf, wo sie zu erheblichen Atemwegsbeschwerden führen können. Darüber hinaus können pilzbedingte Krankheiten (Mykosen) und Allergien ausgelöst werden. Mögliche Anzeichen für schimmelbedingte Krankheiten sind: Ständige Müdigkeit, Hautjucken, ständige Ekzeme oder ständig nässende Wunden, Blähungen und Verdauungsprobleme, Herz- und Atemwegsprobleme, ständiger Husten, Augenreizungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, angegriffenes Immunsystem. Bei Autreten mehrerer derartiger Anzeichen sollte man nicht zögern, unmittelbar zu handeln, denn jede Verzögerung wirkt sich auf die Gesundheit, das Fortschreiten des Pilzwachstums und die Höhe der Sanierungskosten aus. Um den Schimmelpilz dauerhaft zu beseitigen, sollten Sie nach den Ursachen forschen und vorhandene Mängel beheben / - lassen. Das richtige Mittel: Falls die Sanierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, können Sie betroffene Stellen ggf. reinigen und desinfizieren. Mit dem richtigen Mittel können Sie Stellen im Ausmaß von bis zu 0,5 Quadratmeter, mit oberflächlichem Befall und ohne Baumängel - vorausgesetzt es besteht kein Gesundheitsrisiko - in Eigenregie behandeln. Lassen Sie sich vorher fachkundig beraten! Experten raten, bei einem größeren Befall jedoch immer eine Fachfirma mit der Sanierung zu beauftragen. Glatte Oberflächen wie Metall, Keramik, Glas ect. reinigen Sie mit dem Haushaltsreiniger. Gezieltes und richtiges Lüften und Heizen senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum und schränkt weiteres Schimmelwachstum ein. Dies ist sinnvoll, wenn zuvor bereits vorhandene Schimmelpilzsporen entfernt wurden. Das Abrücken der Möbel von Aussenwänden um 10 Zentimeter beugt weiterem Schimmelwachstum vor. Dabei muss beachtet werden, dass dies nur erfolgreich sein kann, wenn vorherige Schimmelstellen entfernt worden sind. Befallene Stellen, bei denen das Schimmelwachstum in tiefere Materialschichten eingedrungen ist, müssen ausgebaut werden. Auf nicht ausbaubaren Baustoffen muss der Schimmelpilz vollständig entfernt werden. Auch Holz mit Tiefenbefall muss ausgebaut und erneuert oder durch ein passenderes Material ersetzt werden. Oberflächlich geringer Befall kann durch Abschleifen entfernt werden. Befallene Möbelstücke sind oberflächlich zu reinigen, zu trocknen und zu desinfizieren. Befallene Tapeten und Silikonfugen sollten entfernt, oberflächlich befallene Stellen feucht abgewischt oder mit einem Staubsauger mit Feinstaubfilter abgesaugt und desinfiziert werden. Nach der Sanierung ist eine intensive Reinigung in der Umgebung der sanierten Stellen vorzunehmen. Am besten, Sie denken gleich vorbeugend: Behandeln Sie anfällige Wandbereiche von Anfang an mit den wirksamen Produkten aus dem Kalksortiment ! Alle erwähnten Artikel finden Sie hier im Shop: Schimmelentferner und Schimmelstopp in der Kategorie "Anti-Schimmel-Produkte" sowie die Kalkprodukte in der Kategorie "Wandfarben, Putze, Zubehör".
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Thema: Schimmelpilzbefall in Wohnräumen
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